Gartenratschläge.


Buchcover

Die Wunderwelt der Kräuter,

von Stefanie Hertel, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, 2024 ISBN 978-3-8338-8973-8 22,99 €

Mutter und Großmutter lehrten die Sängerin, Entertainerin und Moderatorin Stefanie Hertel, Kräuter zu schätzen, sie zu erkennen und richtig anzuwenden. Ihr macht es Spaß, diese Schätze aus der Natur in ihr Alltagsleben zu integrieren. In dem Kräuterbuch stellt sie die Top 33 ihrer Kräuter, die ihr besonders ans Herz gewachsen sind, vor. Von Angelika bis Weißdorn reicht die Palette der Heilpflanzen.
Jedes Kraut wird auf vier Seiten vorgestellt, wobei der Steckbrief folgende Erkennungsmerkmale enthält: Höhe, Blätter, Blüten, Früchte, Standort, Verwendung und Sammelzeit. Außerdem gibt es Angaben zu den Heilwirkungen, Anwendungsgebieten und Inhaltsstoffen. Des Weiteren wird auf die Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzen hingewiesen. Im nachfolgenden Kapitel verrät die Autorin ihre besten Kräuterrezepte, die in ihrer Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden. In einem Extra gibt sie zudem Tipps für Kräuterteemischungen.
Dieses Buch ist kein Kräuter-Nachschlagwerk, gibt aber die persönlichen Erfahrungen wieder. Es war der erklärte Wunsch der Verfasserin, diese Kenntnisse auf einfache und verständlich Weise weiterzugeben. Dies ist ihr mit diesem Buch gelungen.
Das reich illustrierte Buch kann allen Hobbygärtnern empfohlen werden.

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Auch im Topf sind Zwiebelblumen perfekte Rosenbegleiter (hier Wildtulpen mit Steinguss-Deko und Kletterhilfe für die Englische Rose 'The Albrighton Rambler; links).
Das Längenkraut 'Blaues Meer' (Mitte) umspielt den zeitigen Blattaustrieb der Bibemellrose 'Single Cherry' (syn. 'Red Nelly)
Tränendes Herz 'Valentine' unter der geschnittenen, hohen Strauchrose 'Hyde Hall' (rechts).    

Bleibe fit und gesund ...

... mithilfe deines Gartens

Bleibe fit mithilfe deines Gartens, im Einklang von Körper, Geist und Seele dann sind wir gesund, dann geht es uns gut. Doch wie oft im Alltag, im Leben, gelingt uns das nur schwer und dann noch in allen drei Punkten: Körper, Geist und Seele! Welch' Herausforderung! Dabei wünschen wir uns doch alle, dass es unseren Lieben und uns gut geht. Doch wie gelingt das? Und vor allem: Was können unser Garten und auch unsere Rosen dazu beitragen?

Kaum jemand hat ein „leichtes Lebed, jeder hat seine Aufgaben, sein „Päckchen zu tragen". Umso wichtiger ist es, stets das Positive zu sehen, das es immer gibt, das jeder Situation innewohnt.

Nun möchte ich mit euch den Garten, der uns hier wunderbar unterstützen kann, mit seinem Facettenreichtum, wie viel „Wert" ein Garten haben kann, vorstellen:
Für den Körper schenkt uns der Garten Bewegung! Der Körper braucht bis ins hohe Alter Aktivität. Wir können pflanzen, Unkraut jäten, Rasen mähen, Hecken, Rosen etc. schneiden und vieles mehr. Wir bleiben in Bewegung und das nicht einseitig. Sollten manche Arbeiten im Garten mit dem Alter zu beschwerlich werden, lässt sich der Garten umgestalten oder man holt sich Hilfe. Umgestaltungstipps sind z. B. Hochbeete bauen, Bodendecker zur Unkrautwuchs-Unterdrückung pflanzen, arbeitsintensive Sträucher durch pflegeleichtere Sträucher oder Rosen, die keinen oder kaum Rückschnitt benötigen, ersetzen etc. Es gibt so viele Möglichkeiten, den Garten bis ins hohe Alter als Geschenk für den Körper zu nutzen. Auch gibt es Fachleute, die hier helfen können, wenn es an eigenen Ideen mangelt. Aber nutzt dieses Geschenk des Gartens, des eigenen, kleinen Stücks Natur bis ins hohe Alter! Etwas geht immer!

Der Körper profitiert vom Ertrag des Gartens, von dessen Früchten und Beeren, Gemüse, Heilkräutern und vielem mehr. Rosenblütenblätter lassen sich wunderbar in der Küche verwenden: als essbare Deko, als Tee, zur Herstellung von Rosensirup, Rosenmarmelade usw.! Habt ihr z. B. schon einmal einen Erdbeerkuchen, bestreut mit Rosenblättern unter dem Guss, probiert? Schmeckt lecker!

Beim Arbeiten im Garten haben wir Kontakt mit der Erde, mit dem Boden, mit Gaia. Wir erden uns, was so wichtig ist! Jeder hat bestimmt schon einmal einen Tag erlebt, der wirklich alles andere als gut war. Bist du gerade an so einem Tag im Garten und hast gebuddelt, Unkraut gejätet, ein bisschen an den Rosen geschnipselt oder Ähnliches erledigt? Zu 100% ging es dir danach besser. Ein Arzt sagte mal zu mir, dass ich gewisse Zeiten meines Lebens „überstanden habe", lag bestimmt auch an meinem Beruf (meiner Berufung), am Kontakt mit dem Boden, der Erde. Wie stimmig! Aber fühle selbst!

Geist und Seele: Gerade in dieser Zeit werden wir doch immer mal wieder auf die ein oder andere Weise entschleunigt. Was wir vielleicht im ersten Moment ganz und gar nicht positiv sehen ... Aber auch hier steckt viel Positives drin, man muss es nur erkennen! Dies tun wir oft am Ende der Entschleunigungs-Phase. Warum z. B. muss mich ausgerechnet ein Infekt schachmatt setzen, wenn ich doch gerade so viel zu tun habe? Das geht nicht, ich habe keine Zeit, ich muss doch ... Vielleicht habe ich zu wenig auf mich geachtet, vielleicht habe ich mich zu wenig um mich gesorgt, ... mich zu wenig geliebt? Nun habe ich Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, was ich wirklich brauche, damit es mir (und somit auch meinen Lieben) gut geht. Was darf sich in Zukunft ändern? Brauche ich etwas mehr Zeit für mich? Mehr Ruhe? Mehr Stille? Mehr ...?

Bild Und was kann der Garten hier für mich tun?
„Meditieren ist nichts für mich", sagte ich früher immer. Doch ist nicht schon der Blick aus dem Fenster, in den Garten, in die Natur, das Verharren im Sehen und Staunen, das Träumen, das Genießen, die Freude bei der Betrachtung Meditation meditativ?

Welch wundervolle Leichtigkeit erfüllt uns, wenn wir nach einem anstrengenden Tag, am Nachmittag, am Abend einen Gang durch den sich täglich verändernden Garten unternehmen! Welche kleinen Wunder der Natur sehen wir? Wie fühlt es sich danach an? Ist der volle Kopf nicht ein anderer? Fühle selbst und bewusst!

Nichts ist im Leben auf Erden so sicher wie die Veränderung! Auch das zeigt uns unser Garten ... und es wird sicher nie langweilig und eintönig!

Und erlauben wir Tieren wie Bienen, Vögeln, Eidechsen, Igeln, Fröschen, Fischen etc. unser kleines Stück Natur zu besuchen oder einzuziehen? Welch' Freude zu teilen!
Wir bekommen so viel zurück! Unser Garten lebt, ist lebendig. Das zeigen uns nicht nur unsere Pflanzen!

Und solltest du keinen Garten haben, aber einen Bal-kon: auch dieser kann genauso erlebt werden und erfüllen, helfen und heilen wie ein kleiner oder großer Garten. Probiere es doch einfach in der nächsten Saison aus!

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Den Garten bewusster erleben und du wirst sehen, wie viel Heilung auf allen Ebenen von Körper, Geist und Seele dein Garten, dein kleines Stück Natur dir schenken möchte!

Rosige Grüße aus dem Schaugarten Galarosa
Jeannette Frank-Ciervo